»Wenn bei uns daheim Soró ist, fliegen rund ums Ger Plastiktüten. Manchmal setze ich mich hinaus und sehe zu, wie der Sand in Wirbeln rotiert, der Horizont sich goldbraun tönt und die Sonne vom aufgewirbelten gelben Staub schwach und zittrig wirkt«, schreibt Petra Hůlová in ihrem Debütroman »Kurzer Abriss meines Lebens in der mongolischen Steppe«. Hůlová wurde 1979 in Prag geboren. Nach dem Abitur studierte sie an der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität Kulturwissenschaft und Mongolistik, lebte für einige Zeit in der Mongolei und widmet sich momentan ihrer Promotion in den Kulturwissenschaften. Sie hat bereits mehrere Romane veröffentlicht. Mit ihrem Debütroman überzeugte Petra Hůlová, damals 23 Jahre alt, Kritiker und Leser quer durch alle Altersgruppen und erschrieb sich »einen Platz zwischen den führenden tschechischen Prosaistinnen« (Tvar). Sie gilt als eines der hoffnungsvollsten literarischen Talente Tschechiens. Die deutsche Übersetzung von Christa Rothmeier ist 2007 im Luchterhand Verlag erschienen.